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    A picture of Expo 2020's Oppportunity District at night
    calendar 5 Nov 2020

    Podiumsdiskussion des Executive Council von Dubai: Städte, bei denen der Mensch im Mittelpunkt steht

    Führende Städteplaner und Offizielle aus aller Welt trafen sich zu einer virtuellen Diskussion darüber, wie Dubai und andere Städte zu lebenswerten Orten werden und bleiben – Orte, die geschäftliche Ökosysteme fördern und einen Ausgleich zwischen Natur und städtischer Umgebung schaffen.

    Bei der Podiumsdiskussion des Executive Council von Dubai am Mittwoch zum Abschluss der dritten Themenwoche vor der Expo 2020 Dubai ging es außerdem darum, wie wir unsere Städte effektiv transformieren können, um sie zukünftigen Generationen flexibler, robuster und anpassungsfähiger zu hinterlassen.

    Nach einer Eröffnungsansprache von Dawoud Al Hajri, Generaldirektor der Stadt Dubai begann die Podiumsdiskussion mit Teilnehmern wie Mahra al Shamsi, Stadtentwicklungsleitung der Stadt Dubai, Mxolisi Kaunda, Bürgermeister von Durban, Südafrika, und Diana Alarcón González, Chefberaterin und Direktorin für internationale Angelegenheiten von Mexiko Stadt.

    In Zusammenarbeit mit dem Programm der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen (UN-HABITAT und Siemens, dem Premier-Partner für Infrastrukturdigitalisierung, untersuchte die Urban & Rural Development Week auf Einladung der Expo 2020, wie die Weltbevölkerung in Harmonie mit unserem Planeten leben und wachsen kann.

    HIGHLIGHTS DER PODIUMSDISKUSSION DES EXECUTIVE COUNCIL VON DUBAI

    Dawoud Al Hajri, Generaldirektor der Stadt Dubai
    : „Wenn wir die Menschen ins Zentrum der Städteplanung rücken, sollten wir Ergebnisse erzielen können, die jedem zugutekommen, sodass unsere Städte und die Lebensqualität im Lauf der Zeit immer besser werden. Gerade arbeiten wir an unserem neuen „Urban Plan 2040“, bei dem die Steigerung von Wohlbefinden, Aktivität und Gesundheit unserer Nation durch Veränderungen im öffentlichen Raum wie Fußgänger- und Radfahrerfreundlichkeit, Sport und die Entwicklung sozial inklusiver und universell barrierefreier Entwürfe im Fokus stehen. Wir entwickeln eine Stadt, die voller Leben steckt, mit lebenswerten Gemeinschaften – zu diesem Zweck verbessern wir die Erlebnisse unserer Bürger mit offenen, öffentlichen Räumen überall in der Stadt. Unsere Vision ist es, die Stadt mit der höchsten Lebensqualität zu schaffen.“

    Sanaa Al Aleeli, Ingenieurin und Direktorin der Abteilung für Städteplanung und Städtebau der Stadt Dubai
    : „Auf strategischer Ebene arbeiten wir derzeit an unserem Masterplan „Urban Plan 2040“, einer langfristigen Planung, um unsere Vision von Dubai als lebenswertester Stadt der Welt zu realisieren. Das Glück und das Wohlbefinden der Menschen stehen im Mittelpunkt jeder unserer Planungsinitiativen. Wir haben in unserem Plan für die Stadt fünf Säulen definiert – Beteiligung, Auswahlmöglichkeiten, Barrierefreiheit, Mobilität und Qualität –, die in Form von Strategien, Programmen und Leistungsindikatoren zur Überwachung der Umsetzung realisiert werden.“

    Zur Bedeutung eines städtebaulichen Masterplans für die Schaffung einer fußgängerfreundlichen Umgebung sagte Mxolisi Kaunda, der Bürgermeister der südafrikanischen Stadt Durban: „Die Förderung des nichtmotorisierten Verkehrs ist wichtig. Dadurch werden die schon heute finanziell hoch belasteten Bewohner unserer Städte entlastet. Gesundheit und Wohlbefinden werden gefördert. Und das Wichtigste: Die Emission von Treibhausgasen in städtischen Regionen wird reduziert. Durban hat inzwischen eine Reihe von Fahrradwegen in der Stadt und ihrer Umgebung in Betrieb genommen. Derzeit bauen wir das Netz aus, um Platz für berufliche Radfahrer und Freizeitradler zu schaffen. Im Rahmen unseres Fünf-Jahres-Plans wurden rund 88 Korridore identifiziert, von denen wir 31 mit hoher Priorität ausbauen werden, da sie eine starke Auslastung versprechen und einer großen Zahl vorhandener und potenzieller Nutzer von nichtmotorisierten Verkehrsmitteln in der Stadt zugutekommen werden.“

    Diana Alarcón González, Chefberaterin und Direktorin für internationale Angelegenheiten von Mexiko Stadt, legte den Schwerpunkt auf die auf Menschen ausgerichtete Politik der Stadt: „Unsere Steuerungsstruktur sorgt dafür, dass regelmäßig eine Beteiligung und Konsultation der Bürger stattfindet. Beispielsweise beginnen wir gerade einen groß angelegten Konsultationsprozess für den langfristigen Entwicklungsplan für die Stadt – unsere Vision für 2020 bis 2040. Ein weiteres Beispiel für Dinge, die eine Konsultation durchlaufen müssen, sind Planungsgenehmigungen für Gebäude von mehr als 3.000 Quadratmetern. Beim Konsultationsprozess stehen die Auswirkungen auf die Anwohner im Fokus, die bei einem derartigen Großprojekt ein Mitbestimmungsrecht haben. Darüber hinaus ist bei jeder Veränderung in so genannten Schutzgebieten – Bereichen, in denen indigene Bevölkerungsgruppen leben – ein Konsultationsprozess vorgeschrieben.“

    Dr. Davide Ponzini, Ph.D. und außerordentlicher Professor für Städteplanung am Politecnico di Milano in Italien, meinte zu den Auswirkungen einer Weltausstellung auf die Gastgeberstadt: „Die Expo 2015 war ein Wendepunkt für Mailand... Die Feierlichkeiten selbst fanden auf einem großen Gelände am Rande der Stadt statt, das aktuell immer noch für die Nachnutzung umgebaut wird. Es gab außerdem kleinere Veranstaltungen, die in Mailand unter dem Motto „Expo in the City“ angekündigt wurden. Dabei handelte es sich um über 45.000 spannende Events, die während des gesamten Jahres der Expo 2015 stattfanden. Über 1.000 Standorte in der Stadt wurden für diese Veranstaltungen umgebaut. Die Veränderungen im öffentlichen Bereich sowie bestimmte Gebäude, die als Veranstaltungsorte dienten, sind auch langfristig spürbar. Mailand beginnt nun mit der Planung der Olympischen Winterspiele 2026, die hoffentlich eine ähnliche Strategie verfolgen wird, die Veranstaltungen in der ganzen Stadt zu verteilen.“

    Divya Prakash Vyas, stellvertretender regionaler Direktor Süd- und Westasien der Gruppe der C40: „Wir brauchen ein Konzept, um Infrastruktur menschlich zu gestalten, denn die Mehrzahl unserer Städte hat große Infrastrukturen, die kaum auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen. Wir haben Flächennutzungs- und Strukturpläne mit ihren eigenen Einschränkungen – ergänzend benötigen wir fokussierte, kleinformatige Interventionen wie örtliche Flächenpläne und müssen uns auf die Städteplanung konzentrieren. Dadurch wird sichergestellt, dass der öffentliche Bereich in die Entwicklung der Umgebung integriert wird und keine isolierten Bereiche mit Spitzeninfrastruktur entstehen. Bei diesem Konzept sind öffentliche Räume für alle zugänglich, unabhängig von der Art des Projekts.“

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