29 Sep 2019

25 Schritte für eine bessere Welt

Expo Global Best Practice-Programm präsentiert einfache, effektive Entwicklungsprojekte, die greifbare Lösungen für globale Probleme liefern

Sie suchen nach Lösungen für die dringlichsten Probleme der Welt? Die Expo 2020 Dubai stellt im Rahmen ihres Global Best Practice-Programms eine Reihe von cleveren, lokalen Antworten vor, die das Potenzial haben, durch entsprechende Anpassung und Skalierung weltweit ihre Wirkung zu entfalten.

Von einem norwegischen Programm für den Tausch von Kunststoffmüll gegen eine finanzielle Kompensation über eine Online-Software aus Bhutan, die gesunde, kostengünstige Schulmahlzeiten errechnet, bis hin zu einem Projekt aus Kamerun für den Bau nachhaltiger Flüchtlingslager – alle 25 ausgewählten Projekte haben das Potenzial, unsere kollektive Wirkung im Hinblick auf die Erreichung der 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung zu verbessern – einen international anerkannten Maßnahmenkatalog, um Frieden und Wohlstand für alle Menschen und unseren Planeten zu erreichen.

Das Global Best Practice-Programm ist Bestandteil jeder Weltausstellung. Es soll Lösungen ins Rampenlicht rücken und eine Plattform für den Wissensaustausch bereitstellen, auf der Stakeholder aus der ganzen Welt sich gegenseitig inspirieren und voneinander lernen können, um den entscheidenden Funken für Ideen in anderen Teilen der Welt zu zünden.

Alle 25 ausgewählten Projekte werden sechs Monate lange den Millionen Besuchern präsentiert, die zur Expo 2020 Dubai erwartet werden, sowie den mehr als 200 Teilnehmern, darunter 192 Länder, multilaterale Organisationen, Bildungsreinrichtungen und Unternehmen.

Die ausgewählten Projekte wurden bei der SDG Action Zone am Rande der UN-Generalversammlung in New York verkündet, nicht lange nachdem eine von der Expo 2020 in Auftrag gegebene globale Umfrage ergab, dass Menschen in aller Welt sich in ihrem Wunsch nach einem Planeten, der zufriedener, inklusiver und sauberer ist, einig sind.

Dies entspricht dem Thema der Global Best Practices, „Small Steps, Big Leaps – Lösungen mit nachhaltiger Wirkung“, das in der Überzeugung ausgearbeitet wurde, dass zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung bis zum Termin 2030 lokale Lösungen erforderlich sind, damit niemand den Anschluss verliert.

Für das Programm sind 1.175 Bewerbungen aus 141 Ländern eingegangen. Die nachfolgend aufgeführten 25 ausgewählten Teilnehmer sind auf fünf besonders wichtige Entwicklungsbereiche fokussiert, die im Global Best Practice-Programm der Expo definiert sind.

Die Auswahl erfolgte durch eine hochrangige Jury mit Vertretern des Bureau International des Expositions (dem für Weltausstellungen zuständigen Verwaltungsorgan), der University of Cambridge, der Bill & Melinda Gates Foundation, der Weltbank, von UN-Habitat (Programm der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen), UN-Wasser, des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), der UNICEF, der Ernährungs‑ und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, der Internationalen Organisation für erneuerbare Energien, des Abu Dhabi Fund for Development und des Mastercard Center for Inclusive Growth.

Inklusive und nachhaltige Dienstleistungserbringung:
  • Spender für sauberes Wasser, Evidence Action, Kenia
  • Drohnenprogramm der UNICEF, UNICEF, Vanuatu
  • WADI-Solar-Wasserfilter, Helioz, Österreich
  • Big Box für das Flüchtlingscamp „Dschungel von Calais“, Jangala, Großbritannien
  • 20.000 Suns, Hogan Lovells und Barefoot College, Indien
Lebensunterhalt und Unternehmensentwicklung:
  • Globales System zur Sammlung und Verfolgung von Kunststoffmüll, Empower, Norwegen
  • Question Coffee 4 SDGs, Sustainable Growers, Ruanda
  • Initiative „Mountain Partnership Products“, The Mountain Partnership, Peru
  • Digital Farmer Service, Esoko, Ghana
  • Honigproduktion, -verarbeitung und -verpackung im ländlichen Afrika zur Bereitstellung von Produkten mit Mehrwert für den Weltmarkt, Dytech, Sambia
Flexible Lebensräume:
  • Bau eines ökologischen Flüchtlingscamps, Land Life Company, Kamerun
  • Conservation Cooperatives, Planet Indonesia, Indonesien
  • Nexus von humanitärer Hilfe, Entwicklung und Frieden, Ernährungs‑ und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, Uganda
  • Sri Lanka Mangrove Conservation Project, Seacology, Sri Lanka
  • Gefährdet in Vietnam, Buoyant Foundation Project, Vietnam
Soziale Entwicklung:
  • Schaffung von wirkenden Kräften für einen positiven Wandel, The Citizens Foundation, Pakistan
  • Hygieneschulungen im Rahmen von routinemäßigen Immunisierungen, WaterAid, Nepal
  • SDG Camps, UNDP, Tunesien
  • Janma Clean Birth Kit, Ayzh, Indien
  • Bekämpfung vernachlässigter Tropenkrankheiten mit Mobiltelefonen, Sightsavers, Nigeria
Sichere Versorgung mit Wasser, Nahrung und Energie:
  • Plus School Menus, Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen, Bhutan
  • Ökodorf, Bangladesh Environment and Development Society, Bangladesch
  • Erste Agrarforstwirtschaftskonzession für Kakao in einem Schutzgebiet in Belize, Ya’axché Conservation Trust, Belize
  • Agua Tica, FUNDECOR, Costa Rica
  • Citizen Farm, Edible Garden City, Singapur

Weitere Informationen